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Der zwölfte Tag unserer Islandreise, der vorvorletzte, stand uns zur freien Verfügung. Wir haben dann auch gar nicht so viel unternommen, sondern den Tag mehr genossen. Tobi genoss es sehr, in Ruhe auszuschlafen, während ich nach dem Frühstück einen Spaziergang an den Hafen unternahm und dort zusah, wie die Möwen im Wind schwebten. Sie brauchten keinen einzigen Flügelschlag, um ihre Position zu halten, wenn sie geschickt waren, das war interessant zu beobachten — man hätte denken können, man beobachte Papierdrachen statt Möwen.
Gegen Mittag unternahm unser Reiseleiter einen Spaziergang um den Ort, wie er es nannte, bei dem wir ihn begleiten konnten, falls wir wollten. Viele nahmen diese Möglichkeit wahr, auch wir schlossen uns an und drehten eine Runde ums Hotel, durch Wiesen und Bäume (von „Wald“ kann man da einfach nicht sprechen 😉 ), an den Küstenklippen entlang, wo wir nach den Überresten von Vogelmahlzeiten Ausschau hielten: die Seesterne, Seeigel und Krebse bleichen in der Sonne schnell aus, aber wenn sie noch halbwegs frisch sind, haben sie erstaunliche Farben.
Unser Spaziergang hat viel Spaß gemacht und hat uns ein paar wunderschöne Bilder eingebracht, die man toll als Desktophintergrundbilder verwenden könnte 🙂
Danach gingen wir noch einkaufen, beobachteten eine Schmiedevorführung im Ort, holten uns je ein belegtes Sandwich, setzten uns neben dem Hotel auf eine Treppe in den Schatten (ja, das Wetter war wirklich so phantastisch wie man es auf den Fotos sehen kann) und verspeisten es, bevor wir dann ins Zimmer gingen und gemütlich ein bisschen im Internet surften. Ich schnappte mir dann mein Hörbuch und meine Stricksachen und ging wieder raus, suchte mir, auch neben dem Hotel, ein schönes Fleckchen, setzte mich in die Sonne und strickte, während ich meinem Hörbuch lauschte. Das war vielleicht schön, ich finde, es war eine ganz eigene Art, die Schönheit Islands zu genießen: ich hatte stets das Meer, die Küste, die Inseln und auch die umliegenden Wiesen und Felsen im Blick. Ein toller Tag.
Beim Abendessen erfuhren wir dann, was die anderen so getan hatten — teilweise hatten sie Bootstouren an der Küste entlang unternommen, was wohl richtig toll gewesen sein muss! Ein ganz klein wenig habe ich sie beneidet, aber wenn ich überlege, wie schön unser Tag war, bin ich doch froh, dass wir ihn genau so genossen haben! Morgen geht es dann auf zu ein paar Wanderungen auf der Halbinsel Snæfellsnes, auf der wir uns ja schon befinden — ich bin schon sehr gespannt! Bis dann 🙂
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